Odenwaldbahn - Nachrichtenarchiv 2003 bis 2005
Nachfolgend finden Sie Nachrichten aus den Jahren 2003 und 2004. Nachrichten aus 2005 finden Sie hier.Bitte beachten Sie, dass die Seite nicht mehr aktualisiert wird und externe Links eventuell nicht mehr funktionieren. Trauriges Ereignis im Jahr 2004 war die Streichung der RE-Züge Frankfurt - Odenwald - Stuttgart.
Keine Verlegung unseres Bahnhofs
Mühltal, Juli 2003: Im Rahmen der lokalen Agenda 2010 wurde vorgeschlagen, den Bahnhof Nieder-Ramstadt Traisa (siehe Bild) in die Waldstraße nach Trautheim zu verlegen. (Bessere Anbindung an die Buslinie N, Bahnhof wird als unattraktiv und unsicher erlebt) Seitens der Dadina wurde der Vorschlag zu recht abgelehnt. Aus Sicht des ÖPNV ist eine Verlagerung nach Trautheim nicht sinnvoll. Der Bahnhof würde für Nieder-Ramstadt - wesentlich mehr Einwohner als Trautheim - an Attraktivität verlieren. Es wird von einem fußläufigen Einzugsbereich von 1000 m ausgegangen. Zudem ist der Fahrplan der Buslinie der Buslinie N - die in der Waldstraße hält - ohnehin nicht an die Fahrtzeiten der Odenwaldbahn angepasst.
24.03.2004 - 2 Züge auf der Odenwaldbahn gestrichen
Zu den 25 vom Rhein-Main-Verkehrsverbund gestrichenen Regionalverbindungen gehören auch zwei Züge auf der Odenwaldbahn. So entfallen am Samstag der Frühzug von Erbach (Abfahrt 06.01 Uhr) nach Darmstadt und der Gegenzug von Darmstadt (Abfahrt 07.38 Uhr) nach Erbach.
Bahn streicht ab Dezember 2004 direkte Verbindung Frankfurt - Stuttgart
20.07.2004. Bereits ab Dezember 2004 streicht Baden-Württemberg die durchgehenden Regionalexpress-Züge von Stuttgart nach Frankfurt. Die Züge (derzeit drei in jede Richtung) verkehren dann nur noch zwischen Frankfurt und Eberbach. Fahrgäste aus dem Odenwald Richtung Heilbronn, Ludwigsburg und Stuttgart müssen dann in Eberbach umsteigen. Die Maßnahme sollte im Zuge der Modernisierung der Odenwaldbahn eigentlich erst im Dezember 2005 umgesetzt werden. Für die Odenwälder Nahverkehrsverantwortlichen kommt das ganze überraschend. Damit ist dann auch die preiswerte und unkomplizierte Verbindung von Nieder-Ramstadt nach Stuttgart mit nur einem Umsteigen in Wiebelsbach-Heubach (direkter Anschluss) Geschichte. Wer die Züge nochmals nutzen will: (Zum Beispiel mit dem schönen Wochenende Ticket für 35,-- €) Die Abfahrt in NRT ist um 08.55 Uhr, Ankunft Stuttgart 11.45 Uhr- Abfahrt Stuttgart 17.16 Uhr - Ankunft NRT um 20.22 Uhr. Die Züge verkehren täglich, also auch Samstags und an Sonn- und Feiertagen.
Umgestürzte Bäume blockieren Odenwaldbahn
10.11.2004. Wegen Schnee umgestürzte Bäume blockierten am Morgen die Odenwaldbahn zwischen den Bahnhöfen Nieder-Ramstadt Traisa und Darmstadt/Ost. Es kam zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen im Zugverkehr. Die Fahrgäste mussten ab dem Bahnhof Nieder-Ramstadt auf die Buslinien der HEAG ausweichen. Diese waren freilich durch die winterlichen Straßenverhältnisse und den stockenden Verkehr auf der B 449 ebenfalls verspätet. Vor allem Fahrgäste Richtung Darmstadt Hauptbahnhof und Nordbahnhof erreichten ihr Ziel nur mit erheblicher Verspätung. Einen Schienenersatzverkehr gab es seitens der DB Regio zumindest für die Frühzüge nicht.
Schüler werfen Stein auf Zug der Odenwaldbahn
02.12.2004. Der Steinwurf auf einen Zug der Odenwaldbahn zwischen den Bahnhöfen Nieder-Ramstadt und Ober-Ramstadt ist aufgeklärt. Dank der Mithilfe einer Lehrerin der Ober-Ramstädter Gesamtschule konnte der zuständige Bundesgrenzschutz 2 Schüler als Täter ermitteln. Die Schüler hatten sich auf dem Schulhof mit Ihrer Tat gebrüstet. Da sie noch nicht strafmündig sind, können sie für die Tat auch nicht belangt werden.
Liegengebliebener Dampfzug sorgt am Samstagabend für Verspätungen - DB Regio stellt ihre "Kundenfreundlichkeit" unter Beweis
Eberbach, 11.12.2004. Ein auf dem Südabschnitt der Odenwaldbahn (Erbach – Eberbach) liegengebliebener Dampfsonderzug hat am Samstagabend zu erheblichen Verspätungen auf der Odenwaldbahn geführt. Der letzte RE 36206 von Stuttgart nach Frankfurt musste im Bahnhof Eberbach eine rund 45-minütige Zwangspause einlegen, bis der Dampfzug den eingleisigen Streckenabschnitt geräumt hatte. Der Gegenzug von Frankfurt nach Eberbach RE 36207 musste im Bahnhof Erbach rund 20 Minuten warten.
Die wartenden Fahrgäste konnten sich unterdessen an der „kundenfreundlichen Informationspolitik" der Deutschen Bahn erfreuen. So bequemte sich der Zugbegleiter im vollbesetzten (!) RE 36206 nach gut 30 Minuten Wartezeit im Bahnhof Eberbach den Fahrgästen mitzuteilen, dass die Strecke blockiert ist und der Zug zunächst nicht weiterfahren kann. Nachdem der Zug dann die Fahrt fortsetzen konnte, warteten die Fahrgäste Richtung Darmstadt vergebens auf Informationen, ob der Anschlusszug in Wiebelsbach-Heubach wartet. Auch in den Bahnhöfen Erbach und Michelstadt, wo jede Menge Weihnachtsmarktbesucher warteten, gab es nur eine Information über die Zugverspätung, aber keine über den Anschluss in Wiebelsbach, der tatsächlich rund 40 Minuten (!) auf den verspäteten RE wartete. Als Konsequenz kam es somit auch auf dem eignetlich nicht betroffenen Abschnitt von Darmstadt nach Wiebelsbach-Heubach bei den letzten beiden Zügen zu beträchtlichen Verspätungen und zu genervten Fahrgästen.
Ein kundenfreundliches Unternehmen hätte vielleicht einen Bus für die Umsteiger von Wiebelsbach Richtung Darmstadt organisiert, damit wenigstens auf diesem Abschnitt die Züge pünktlich geblieben wären - die Deutsche Bahn aber hat so etwas offenbar nicht nötig.
12.12.2004: Fahrplanwechsel Odenwaldbahn - Gekürzte RE Züge im Schleichtempo
Auf der Strecke von Nieder-Ramstadt nach Darmstadt Hbf wird der morgendliche durchgehende Zug nach Frankfurt (ab NRT um 06.53 Uhr) nicht gestrichen. Zwar erweckt der Fahrplan den Eindruck, tatsächlich fährt der Zug aber weiter nach Frankfurt. Ansonsten gibt es weder in Fahrtrichtung Darmstadt noch in Fahrtrichtung Wiebelsbach-Heubach bzw. Erbach zu Fahrplanänderungen.
Weiterhin kommen im Berufsverkehr die Züge aus Nieder-Ramstadt um 07.38 Uhr und 08.38 Uhr in Darmstadt Hbf. an. Somit werden alle wichtigen Anschlusszüge (z.B. RB nach Frankfurt und Heidelberg ab 07.30/08.30 Uhr und S-Bahn nach Frankfurt ab 07.35/08.35 Uhr) auch weiterhin verpasst. Am Abend weiterhin lange Übergangszeiten von Frankfurt (S-Bahn an 19.25/20.25 Uhr, RB an 19.26/20.26 Uhr - Odenwaldbahn ab um 19.43 Uhr und 20.45 Uhr) Richtung Nieder-Ramstadt.
Auf der Strecke von Nieder-Ramstadt nach Eberbach bzw. Stuttgart kommt es zu einer Verschlechterung des Angebots. So enden die ehemaligen RE-Züge Frankfurt-Stuttgart künftig schon in Eberbach. Von Nieder-Ramstadt nach Stuttgart und zurück ist statt einmal umsteigen im Wiebelsbach-Heubach künftig dreimal umsteigen in Wiesbelsbach-Heubach, in Eberbach und in Neckarelz erforderlich. Dadurch massive Fahrzeitverlängerung.
Das gleiche gilt für die Gegenrichtung. Auch von Eberbach nach Nieder-Ramstadt ergibt sich bei einigen Verbindungen eine Fahrzeitverlängerung von 10 Minuten, da die als Regionalexpress Eberbach - Frankfurt bezeichneten Züge eine Schleichfahrt einlegen und in Erbach grundlos bis zu 7 Minuten Aufenthalt haben. Hinzu kommt noch die Zugkreuzung in Zell, die die Fahrtzeit zwischen Michelstadt und Bad König auf 13 Minuten verlängert. Somit ergibt sich eine Fahrtzeit zwischen Eberbach und Wiebelsbach-Heubach von 72 Minuten! Zum Vergleich: Die normale Regionalbahn - die überall hält - braucht 63 Minuten! Außerdem bringen die RE-Züge den gesamten Taktfahrplan auf der Odenwaldbahn durcheinander.
Viel sinnvoller wäre es gewesen, die normale Regionalbahn zu bestimmten Zeiten nach Frankfurt und nach Eberbach zu verlängern. Dazu konnten sich die Lokalpoltiker jedoch nicht durchringen. So finden jetzt am späten Vormittag sinnlose Verfolgungsfahrten von RB und RE statt.
19.12.2004 - Verwirrte Frau sorgt für Verspätungen am Sonntagmorgen
Eine verwirrte Frau hat am Sonntagmorgen für erhebliche Verspätungen auf der Odenwaldbahn gesorgt. Laut Auskunft des Bundesgrenzschutzes hatte die Frau trotz geschlossener Bahnschranken an einem Bahnübergang kurz vor Nieder-Ramstadt die Gleise betreten. Erst im letzten Moment habe sich die Frau vom Gleis entfernt. Lokführer und Zugbegleiter konnten die Frau bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Obwohl niemand verletzt wurde, blieb die Bahnstrecke fast 1 Stunde (!) gesperrt. Entsprechende Zugverspätungen waren die Folge. Die Frau wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen
Odenwaldbahn - Nachrichten aus 2005
Nachfolgend finden Sie Nachrichten aus dem Jahr 2005. Herausragende Ereignisse im Jahr 2005 waren der letzte Betriebstag der Deutschen Bahn auf der Odenwaldbahn am 10.12.2005 und die Übernahme des Betriebs durch die VIAS GmbH einen Tag später.
Eingefrorene Bremsen sorgen für Zugverspätung
Mühltal, 24.02.2005. Die DB Regio und der Winter im Odenwald - das passt einfach nicht zusammen. Wegen eingefrorener Bremsen (!) kam es bei der stark besetzten RB 36408 von Erbach nach Darmstadt zu einer Verspätung von 20 Minuten. Dadurch geriet der ganze Fahrplan der Odenwaldbahn im morgendlichen Berufsverkehr aus den Fugen. Auch der nachfolgende RE und die RB 36411 von Darmstadt nach Erbach hatten erhebliche Verspätung. Zumindest im Bahnhof Nieder-Ramstadt Traisa wurden wenigstens die Verspätungen durchgesagt.
Neues Mühltaler Nahverkehrskonzept sorgt für Fahrgastzuwachs auf der Odenwaldbahn
Mühltal, 13.03.2005. Seit Mitte Dezember 2004 fahren die Mühltaler Buslinien nach einem neuen Fahrplan. Insbesondere der Ortsteil Traisa gehört zu den stark benachteiligten Ortsteilen, da er nur noch im 30-Minuten Takt von der Linie NE angefahren wird. Aber auch in Nieder-Ramstadt gibt es Beschwerden, da die Frühfahrt auf der NE mit Ankunft um 05.55 Uhr am Darmstädter Böllenfalltor gestrichen wurde.
Dies sorgt jetzt für einen - wenn natürlich auch nur geringen - Fahrgastzuwachs auf der Odenwaldbahn. Einige Pendler aus Traisa und Nieder-Ramstadt, die auf den ÖPNV angewiesen sind - nutzen jetzt die Odenwaldbahn (oder anders ausgedrückt: müssen sie nutzen), um rechtzeitig in Darmstadt am Arbeitsplatz zu sein. Auch Schüler aus Traisa, die beispielsweise die Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt besuchen, sind jetzt auf die Odenwaldbahn angewiesen. Ohne Nutzung des Zuges ab Nieder-Ramstadt Traisa um 07.22 Uhr wären sie entweder viel zu früh, oder 5 Minuten zu spät an der Schule.
Frau stirbt auf Gleisen der Odenwaldbahn
Michelstadt, 11.04.2005 Gegen 19.40 Uhr wurde auf der Strecke der Odenwaldbahn bei Michelstadt eine 45 Jahre alte Frau von einer RegionalBahn auf den Gleisen überrollt und tödlich verletzt. Eine Selbsttötungsabsicht steht nach Auskunft der Polizei nicht sicher fest.
Die Frau war dem herannahenden Zug winkend entgegengelaufen. Der Triebfahrzeugführer hatte auf dem kurvigen Streckenabschnitt keine Chance den Zusammenstoß durch eine Notbremsung zu verhindern. Er erlitt einen Schock. Die Bahnstrecke blieb mehrere Stunden gesperrt.
Bauarbeiten zwischen Reinheim und Ober-Ramstadt
Seit 02.05.2005 verkehren die Züge auf der Odenwaldbahn wieder planmäßig und somit durchgehend zwischen Darmstadt und Wiebelsbach-Heubach bzw. Erbach. Die Sperrung zwischen den Bahnhöfen Ober-Ramstadt und Reinheim wegen Bauarbeiten ist aufgehoben. Diese konnten innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens abgeschlossen werden. Die Sperrung war erforderlich, um den Streckenabschnitt zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim für die ab Mitte 2008 vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h herzurichten. Arbeiten wurden nicht nur an den Gleisanlagen, sondern auch an den Weichen vorgenommen.
Insbesondere die vielen Pendler auf der Odenwaldbahn können jetzt aufatmen. Da die Züge während der Sperrung von Darmstadt nach Ober-Ramstadt jeweils 15 bis 30 Minuten früher und von Ober-Ramstadt nach Darmstadt 15 bis 30 Minuten später verkehrten, gingen in Darmstadt den ganzen Tag über nahezu sämtliche Anschlüsse von und nach Frankfurt und Bensheim/Heidelberg verloren. Zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim bestand Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die RB 36428 von Wiebelsbach-Heubach nach Darmstadt wurde für die Dauer der Bauarbeiten ersatzlos gestrichen, der „schnelle Odenwälder" Darmstadt-Erbach-Eberbach wurde über Babenhausen umgeleitet. Für Fahrgäste aus Reinheim verkehrten im Berufsverkehr morgens zwei Schnellbusse ohne Zwischenhalt vom Bahnhof Reinheim nach Darmstadt Hbf. und am Nachmittag wieder zurück. Interessant auch der Fahrzeugeinsatz seitens der DB Regio. Obwohl das Fahrgastaufkommen aufgrund der Streckensperrung zumindest am Wochenende geringer - teilweise sogar wesentlich geringer - als sonst war, verkehrten zwischen den Bahnhöfen Darmstadt und Ober-Ramstadt lokbespannte Züge mit 4 (!) Wagen. Warum hier nicht VT 628 Triebwagen zum Einsatz kamen, bleibt das Geheimnis der DB Regio. Wirtschaftlich waren die lokbespannten Züge auf keinen Fall.
Trotz hoher Benzinpreise - Kein Fahrgastzuwachs auf der Odenwaldbahn
Weiterhin erreichen die Benzinpreise beträchtliche Höhen und bestimmen die öffentliche Diskussion. In allen Medien erklären die Autofahrer übereinstimmend, weniger Auto und verstärkt Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel zu fahren. Auf den Straßen rund um Darmstadt und auf der Odenwaldbahn merkt man davon nichts. Mehr Fahrgäste - Fehlanzeige! Trotz guter Verbindungen - beispielsweise zu den Firmen rund um den Darmstädter Nordbahnhof (Merck und Co) - stehen die Pendler offenbar lieber weiterhin im Dauerstau auf den Bundestraßen in den Odenwald. Das die Fahrt mit der Odenwaldbahn im Moment billiger und zudem noch umweltfreundlicher ist, scheint niemanden zu interessieren. Übrigens: Selbst die Besucher des Hetzbacher Bahnhofsfestes am Samstag (03.09.05) kamen überwiegend mit dem Auto...
Feinstaubdiskussion im Landkreis
Ober-Ramstädter Parlament auf Abwegen
Heftig wird zur Zeit in der Stadt Darmstadt und im Landkreis über die Feinstaubbelastung diskutiert. Insbesondere die geplanten Fahrverbote für LKW - unter anderem ein Nachtfahrverbot für alle LKW - in Darmstadt erhitzen die Gemüter im Landkreis: Befürchtet man doch dort, unter steigendem LKW-Verkehr leiden zu müssen.
Auf verkehrspoltische Abwege geriet dabei das Ober-Ramstädter Stadtparlament. Zur Erinnerung: Bis 2001 wurden fast sämtliche Transporte der Farbenfirma Caparol auf der Schiene durchgeführt. Dann wurde der Bahnhof Ober-Ramstadt für den Güterverkehr geschlossen und die Transporte auf die Straße verlagert. Die Verkehrsbelastung in den umliegenden Gemeinden stieg dadurch erheblich an. Anstatt nun die DADINA bei ihren Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Odenwaldbahn zu unterstützen, und die Verlagerung der Transporte zurück auf die Schiene zu fordern, verlangte das Stadtparlament - mit den Stimmen der Grünen (!!!) - allen Ernstes Ausnahmen vom geplanten Nachtfahrverbot in Darmstadt, damit die Transporte der Fa. Caparol auch nachts ungehindert rollen können. Verkehrspolitisch begab sich das Parlament damit auf einen kräftigen Irrweg.
Wieder Anschluss am Ostbahnhof...
... gibt es seit 14.11.2005 für Kunden des öffentlichen Nahverkehrs, die aus der Darmstädter Innenstadt im Berufsverkehr mit dem L-Bus kommend, am Ostbahnhof in den Zug einsteigen wollten. Seit dieser Zeit fährt der L-Bus wieder die normale Strecke.
Wegen der Gleisbauarbeiten für die neue Straßenbahnhaltestelle am Darmstädter Marktplatz war der Bus für mehrere Monate eine Umleitung über die Schloßumfahrt und die Haltestellen Alexanderstraße und Pützerstraße zum Ostbahnhof gefahren. Obwohl die Fahrtstrecke länger ist, wurden die Fahrtzeiten praktisch nicht verlängert, so dass der Bus regelmäßig zu spät am Ostbahnhof ankam.
Bereits in den Sommerferien hatte es massive Anschlußprobleme am Ostbahnhof gegeben, als der L-Bus baustellenbedingt über den City-Ring umgeleitet wurde. Zwar hatte man die Fahrtzeiten verlängert, jedoch waren auch die verlängerten Fahrtzeiten völlig unrealistisch und konnten vom Fahrpersonal beim besten Willen nicht gehalten werden.
Das man mehrere Monate einen Fahrplan aufgestellt hatte, der nicht eingehalten werden konnte, ist bezeichnend für den Nahverkehr in Darmstadt. Geht der Anschluss auf die Odenwaldbahn verloren, dann kann dies bis zu einer Stunde Wartezeit am Ostbahnhof auf den nächsten Zug bedeuten.
Inbetriebnahme des neuen Frankfurter Stellwerks sorgte für Zugkürzungen auf der Odenwaldbahn
Ab Samstag, dem 12.11.2005 begann am Frankfurter Hauptbahnhof in vier Stufen die Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks. Damit waren Einschränkungen des Zugverkehrs verbunden, die sich teilweise auch auf die Odenwaldbahn auswirkten.
So entfiel auf der Strecke zwischen Darmstadt und Frankfurt vom 14.11.2005 bis 09.12.2005 der RE um 07.24 Uhr von Darmstadt nach Frankfurt am Main. Alle Züge der Odenwaldbahn von Eberbach nach Frankfurt und umgekehrt fielen am 12.11.2005 (Samstag) ganztags und am 13.11.2005 (Sonntag) bis 13.00 Uhr zwischen Hanau und Frankfurt am Main aus. Zwischen Hanau und Eberbach verkehrten die Züge planmäßig.
Ab Montag dem 14. November kam es bis zum Beginn der vollständigen Inbetriebnahme des neuen Stellwerks am 10. Dezember 2005 bei den RE und RB-Zügen zwischen Eberbach - Wiebelsbach-Heubach - Hanau - Frankfurt/Main zu einzelnen Zugausfällen zwischen Hanau und Frankfurt.
Am 03.12.2005 und 04.12.2005 kam es außerdem wegen Brückenbauarbeiten zwischen Seligenstadt und Babenhausen zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr mit Bussen in diesem Streckenabschnitt. Laut Auskunft der Deutschen Bahn sind die Arbeiten für das neue Stellwerk planmäßig verlaufen. Seit Sonntag (27.11.2005) werden alle Gleise elektronisch gesteuert.
Neuer Fahrplan - Mehr Züge nach Frankfurt
Schleichzug ab Darmstadt im Berufsverkehr
Im Berufsverkehr Stundentakt ab Frankfurt nach Mühltal und dafür deutlich weniger Züge und einen Schleichzug ab Darmstadt Hbf. Samstags kommt das Frühzugpaar um 07.00 Uhr wieder. Alle wichtigen Infos zum Fahrplan der Odenwaldbahn ab 11.12.2005 finden Sie hier.
RMV erhöht Fahrpreise zum Fahrplanwechsel am 11.12.2005
Mit dem Fahrplanwechsel am 11.12.2005 erhöht der Rhein-Main-Verkehrsverbund die Fahrpreise um durchschnittlich 2,5%. Laut Auskunft des RMV - der von einer moderaten Erhöhung spricht - liegt der Verbund damit damit unterhalb der vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geforderten Steigerungsrate von vier Prozent.
Eine Einzelfahrkarte von Nieder-Ramstadt nach Darmstadt kostet künftig 1,75 € statt 1,70 €. Nach Frankfurt kostet die einfache Fahrt künftig 6,25 € (oder 4,70 € mit BahnCard). Das Hessenticket kostet unverändert 25,-- €.
10.12.2005 - Letzter Tag der DB Regio auf der Odenwaldbahn
RB 36449 von Darmstadt (ab 20.45 Uhr) nach Erbach war am Samstag die letzte Fahrt der DB Regio. Hier finden Sie einen Bericht vom letzten Betriebstag der DB auf der Odenwaldbahn.
Bahnhofsfeste zur neuen Odenwaldbahn -
aber keine kostenlosen Fahrten
Aus Anlass der Betriebsübernahme durch die VIAS fanden am Sonntag (11.12.2005) in Darmstadt Ost, Wiebelsbach, Michelstadt und Seligenstadt Bahnhofsfeste statt. Bei anderen Bahneröffnungen gehören kostenlose Fahrten am Eröffnungstag zum Standardprogramm. Auf der Odenwaldbahn war dies nicht vorgesehen. Wer zu den Festen mit der Bahn fahren wollte, musste zahlen.
11.12.2005 - VIAS übernimmt Betrieb
Mit neuen ITINO-Triebwagen hat der neue Betreiber VIAS den Betrieb auf der Odenwaldbahn aufgenommen. Der erste planmäßige ITINO erreichte als VIA 84650 in Doppeltraktion Mühltal pünktlich um 08.02 Uhr. Ausführliche Berichte hier.
08.10.2005 im Traisaer Wald
Trotz nebligem Herbstwetter ist ein Itino auf Testfahrt
Ab 12.12.2005 - Massive Probleme auf der Odenwaldbahn
Verspätungen, überfüllte Züge und praktisch keine Informationen für die Fahrgäste - das war am ersten richtigen Betriebstag Standard auf der Odenwaldbahn. Auch in den Tagen danach gab es Verspätungen und Schwierigkeiten. weitere Informationen hier.