Bauarbeiten auf der Odenwaldbahn

Um die Odenwaldbahn für die Zukunft fit zumachen, wurde und wird die Strecke seit Anfang 2004 jeweils abschnittsweise grundlegend saniert. Nachstehend finden Sie eine chronologische Übersicht über die an der Strecke durchgeführten Arbeiten. Eine Übersicht über die Bauarbeiten an Bahnsteigen finden Sie hier.

Bauarbeiten zwischen Darmstadt Nord und Darmstadt Ost (April 2004)

Hierbei wurde unter anderem ein Teil des älteren Gleises zwischen dem Darmstädter Nord- und Ostbahnhof ersetzt.

Bauarbeiten zwischen Darmstadt Ost und Ober-Ramstadt

Zwischen 05. und 08.04.2004 standen Erneuerungsarbeiten zwischen Darmstadt Ost und Ober-Ramstadt an. Die Strecke war zwischen den beiden Bahnhöfen für den Schienenverkehr gesperrt. Bei den Arbeiten wurden nicht nur Gleise grunderneuert, sondern auch Schienen ausgebaut. Dabei konnte auch im Bahnhof Nieder-Ramstadt Traisa schweres Gerät beobachtet werden.

Von Darmstadt Hbf. bis Darmstadt Ost verkehrte ein Pendelzug. Zwischen Darmstadt Ost und Ober-Ramstadt wurde Schienenersatzverkehr mit Bussen durchgeführt. Ab Ober-Ramstadt verkehrten die Züge weitestgehend nach Fahrplan. Der schnelle Odenwälder Darmstadt-Erbach-Eberbach wurde für die Dauer der Bauarbeiten über Babenhausen umgeleitet. Für Fahrgäste aus Reinheim verkehrten im Berufsverkehr morgens zwei Schnellbusse ohne Zwischenhalt vom Bahnhof Reinheim nach Darmstadt Hbf. und am Nachmittag wieder zurück.

OdenwaldbahnBlick von der Brücke am Traisaer Hüttchen auf die Gleise der Odenwaldbahn.
Im Hintergrund sieht man das neue Gleisbild.

Bauarbeiten zwischen Klein-Umstadt und Babenhausen (10.05.2004 bis 15.05.2004)

Es wurden einige Strecken-Kilometer zwischen Klein-Umstadt und Babenhausen erneuert. Die Arbeitsrichtung war von Süd nach Nord, zum Einsatz kamen insbesondere Lokomotiven der Transport und Logistik GmbH. Zwischen Babenhausen und Wiebelsbach-Heubach wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die damals noch verkehrenden RegionalExpress Züge Frankfurt-Stuttgart wurden über Darmstadt umgeleitet. Ansonsten fuhren die Züge weitgehend planmäßig.

Bahnhof Michelstadt (20.09.2004 bis 25.09.2004)

Das Gleis 1 des Michelstädter Bahnhofs wurde im genannten Zeitraum komplett umgebaut. Zugkreuzungen im Bahnhof waren in dieser Zeit nicht möglich und fanden vom Fahrplan abweichend entweder in Erbach oder in Zell-Kirchbrombach statt. Vor allem im Berufsverkehr verkehrten deshalb einige Züge ab Erbach bzw. Michelstadt früher als gewöhnlich, bzw. kamen später an. Zwischen Zell-Kirchbrombach und Darmstadt/Hanau verkehrten die Züge weitestgehend planmäßig.

Streckensperrung zwischen Wiebelsbach-Heubach und Erbach

Vom 19.03.2005 bis 28.03.2005 wurden Bauarbeiten zwischen Michelstadt und Zell-Kirchbrombach und zwischen Mümling-Grumbach und Höchst durchgeführt. Diese dienten der Heraufsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 90 auf 110 km/h. Die Strecke wurde zu diesem Zweck zwischen Erbach und Wiebelsbach-Heubach vollständig gesperrt. In diesem Abschnitt verkehrten Busse im Schienenersatzverkehr. Zwischen Wiebelsbach-Heubach und Darmstadt/Hanau fuhren die Züge weitgehend planmäßig.

Bauarbeiten zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim (25.04.2005 bis 01.05.2005)

Die Strecke war für die Dauer der Bauarbeiten - die der Streckensanierung und der Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h dienten - in diesem Abschnitt komplett gesperrt. Die Züge verkehrten zwischen Darmstadt Hbf. und Ober-Ramstadt im Pendelverkehr nach Sonderfahrplan. Von Ober-Ramstadt nach Reinheim bestand Schienenersatzverkehr mit Bussen. Zwischen Reinheim und Eberbach sowie zwischen Hanau und Eberbach fuhren die Züge weitestgehend nach Fahrplan.

Bauarbeiten zwischen Erbach und Eberbach (11.06.2005 bis 19.06.2005)

Vom 11.06.2005 bis zum 19.06.2005 war der Südabschnitt der Odenwaldbahn zwischen Erbach und Eberbach wegen Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Es wurde Schienenersatzverkehr mit Bussen und entsprechend längeren Fahrtzeiten eingerichtet. Zwischen Erbach und Darmstadt/Hanau fuhren die Züge planmäßig.

Bauarbeiten Darmstadt Nordbahnhof (10.09.2005 bis 09.12.2005)

Darmstadt Nord, der Pfeil zeigt die neue Verbindung von Gleis 4 zur OdenwaldbahnIm Rahmen der Bauarbeiten wurde vor dem Nordbahnhof (aus Richtung Ostbahnhof kommend) zunächst eine Verbindung von den Gleisen der Odenwaldbahn zum Gleis 4 des Nordbahnhofs (Strecke Aschaffenburg-Darmstadt) - unter Kreuzung von Gleis 3 - geschaffen. Die vier östlichen Gleisstränge wurden dazu auf gleiches Niveau gebracht. Hinter dem Nordbahnhof gibt es dann noch eine Verbindung zur nordwestlichen Ausfahrt - das eigentliche Gleis zur Strecke nach Frankfurt am Main. Über diese Weichen sind seit Dezember 2005 Direktzüge von der Odenwaldbahn nach Frankfurt am Main möglich.

Bauarbeiten zwischen Wiebelsbach-Heubach und Erbach (22.10.2005 bis 30.10.2005)

Von Samstag 22.10.2005 bis Sonntag 30.10.2005 wurden wegen umfangreicher Gleis- und Weichenarbeiten im Zuge der Modernisierung der Odenwaldbahn alle Züge zwischen Wiebelsbach-Heubach und Erbach durch Busse ersetzt. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden Gleise erneuert und Betonschwellen eingebaut. Auch die Weiche zur neuen Betriebswerkstatt der Odenwaldbahn in Michelstadt wurde in dieser Zeit gebaut.

Während die Fahrtzeiten zwischen Wiebelsbach-Heubach und Darmstadt bzw. Hanau für die Dauer der Bauarbeiten unverändert blieben, fuhren die Busse zwischen Erbach und Hetschbach rund 20 Minuten früher ab und kamen rund 20 bis 30 Minuten später an. Zwischen Erbach und Eberbach galt ein Sonderfahrplan.

Bauarbeiten zwischen Erbach und Eberbach (07.10.06 bis 08.10.06)

Vom 07.10.2006 bis 08.10.2006 wurde der Südabschnitt der Odenwaldbahn zwischen Erbach und Eberbach wegen Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Es bestand Schienenersatzverkehr mit Bussen und entsprechend längeren Fahrtzeiten. Zwischen Erbach und Darmstadt/Hanau/Frankfurt fuhren die Züge planmäßig.

05.10.06 bis 09.12.06: Bauarbeiten in Seligenstadt und Mümling-Grumbach

Wegen notwendiger Gleisverlegungen in den Bahnhöfen konnten in Seligenstadt und Mümling-Grumbach bis 09.12.2006 keine Zugkreuzungen stattfinden. Mit den Gleisverlegungen wird Platz geschaffen für die Einrichtung neuer Bahnsteige. Die Fahrtzeiten von drei Zügen am Morgen mussten geringfügig geändert werden.

14.10.2006 bis 29.10.2006: Bauarbeiten zwischen Wiebelsbach-Heubach und Bad König

Bauarbeiten Bahnhof HöchstWegen Bauarbeiten in den Bahnhöfen Höchst und Mümling-Grumbach musste die Odenwaldbahn zwischen Wiebelsbach-Heubach und Bad König gesperrt werden. Sowohl in Höchst (siehe Bild) als auch in Mümling-Grumbach wurde jeweils ein Gleis verlegt, damit ein moderner Mittelbahnsteig gebaut werden kann. Die DB Netz nutzte die Streckensperrung außerdem zum Austausch der Gleise Im Frau-Nauses Tunnel. Für die Dauer der Bauarbeiten wurde zwischen Wiebelsbach-Heubach und Bad König/Erbach Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

25.11.2006 bis 10.12.2006: Austausch der Gleise im Krähbergtunnel

3,1 Kilometer Gleis wurden im Krähbergtunnel erneuert. Für die Dauer der Bauarbeiten war zwischen Erbach und Eberbach Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Ostern 2007 - Bauarbeiten zwischen Hanau und Hainstadt

Die Züge wurden zwischen Hanau und Hainstadt durch Busse ersetzt.

16.08.2007 bis 19.08.2007: Bau einer Behelfsbrücke bei Höchst

Zwischen Wiebelsbach und Mümling-Grumbach ruhte der Zugverkehr wegen des Baus einer Behelfsbrücke bei Höchst. Grund für die Brücke: Der Bau der Höchster Ortsumgehung macht eine Unterführung der Odenwaldbahn notwendig. Für die Dauer der Bauarbeiten an der Unterführung wird die Bahn über die Behelfsbrücke geführt.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten nur bis zum 18.08.2007 dauern, sie wurden dann aber kurzfristig um einen Tag verlängert. Für die Dauer der Brückenarbeiten fuhr die Odenwaldbahn nach einem geänderten Fahrplan. Busse ersetzten zwischen Wiebelsbach und Mümling-Grumbach die Züge.

06.10.2007 bis 21.10.2007: Sperrung Darmstadt Nord - Wiebelsbach

Die Odenwaldbahn war während der Herbstferien 2007 zwischen den Bahnhöfen Darmstadt Nord und Wiebelsbach für den Zugverkehr weitgehend gesperrt. Zugkreuzungen waren nicht möglich. Die meisten Züge wurden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt. Nur im Berufsverkehr fuhren einige Züge morgens Richtung Frankfurt/Darmstadt und abends wieder in den Odenwald zurück. In diesem Zeitraum wurde der Streckenabschnitt zwischen Darmstadt Ost und Wiebelsbach an das elektronische Stellwerk in Wiebelsbach angeschlossen. Seit dem 22.10.2007 wird der Verkehr in diesem Abschnitt nun über das elektronische Stellwerk geregelt. Die Fahrdienstleiter auf den Bahnhöfen sind Geschichte.

Osterferien 2008: Sperrung Hanau - Wiebelsbach

Der Abschnitt war vom 21.03.2008 bis 29.03.2008 für den Zugverkehr komplett gesperrt. Busse ersetzten die Züge. Hintergrund der Streckensperrung war der Anschluss dieses Abschnitts an das elektronische Stellwerk. Die Bahn nutzte die Streckenssperrung außerdem zum Umbau von 15 Bahnübergängen, zu einer Sanierung eines Bahnübergangs in Langstadt und zum Bau von Außenbahnsteigen in Seligenstadt und Groß-Umstadt. In Richen wurde außerdem eine Straßenbrücke über die Odenwaldbahn gebaut.

03.10.2008 bis 15.10.2008: Sperrung Wiebelsbach - Erbach

Für den Zugverkehr war der Abschnitt komplett gesperrt. Die Züge wurden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt. Zwischen Erbach und Eberbach fuhren die Züge nach einem Sonderfahrplan. In diesem Zeitraum wurde der Streckenabschnitt zwischen Wiebelsbach und Eberbach an das elektronische Stellwerk in Wiebelsbach angeschlossen. In der zuglosen Zeit ersetzte die Bahn unter anderem 68 Formsignale durch 45 moderne Lichtsignale. 18 mechanische Weichenantriebe bzw. Gleissperren wurden gegen elektrische ausgetauscht. Außerdem wurde an mehreren Bahnübergängen - darunter auch der in Michelstadt an der B 47 - die Schranken- und Lichtzeichenanlagen an die ESTW-Technik angepasst. Seit 16.10.2008 wird der Verkehr auch in diesem Abschnitt über das elektronische Stellwerk geregelt. Die Fahrdienstleiter auf den Bahnhöfen und die Formsignale sind damit endgültig Geschichte.

19.12.2009 bis 21.12.2009: Brückenbauarbeiten bei Ober-Ramstadt
Streckensperrung zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim dauerte einen Tag länger als geplant

Brücke Neuweg Ober-RamstadtBereits seit September 2009 finden Arbeiten zum Austausch der alten Eisenbahnbrücke am Ober-Ramstädter Neuweg statt. Die um 1870 errichtete und um 1910 ergänzte Brücke am Neuweg wird wegen mangelnder Standfestigkeit durch eine moderne Betonbrücke ersetzt. Gleichzeitig bekommt auch der Straßenverkehr mehr Platz. Zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim wurden die Züge deshalb durch Busse ersetzt. Durch ausgesprochen "geschickte" Fahrplangestaltung schaffte man es, die Anschlüsse in Darmstadt Nord, Darmstadt Hbf. und Frankfurt am Main kaputt zu machen. Auch die Anschlüsse in Eberbach zum RE nach Heilbronn und zur S-Bahn wurden nicht erreicht.

BrückeSonntag Mittag: Die neue Brücke sollte schon längst eingeschoben sein. Tatsächlich steht sie immer noch vor dem Bahndamm am "falschen Platz".

Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse konnte die Brücke jedoch nicht wie geplant in der Nacht von Samstag auf Sonntag eingeschoben werden. Dies gelang erst am Sonntagnachmittag. Dadurch war die Strecke zwischen Ober-Ramstadt und Reinheim außerplanmäßig auch noch am Montag gesperrt. Die VIAS richtete zwischen beiden Bahnhöfen kurzfristig einen Busnotverkehr ein. Aufgrund der längeren Fahrzeiten der Busse kam es den ganzen Tag über zu erheblichen Behinderungen und Verspätungen. Einzelne Züge fielen auch komplett aus. Durchsagen für die Fahrgäste gab es zumindest in Mühltal keine. Am Dienstag konnte dann der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. Die abschließenden Brückenbauarbeiten werden noch bis Juni kommenden Jahres dauern. Dann beginnt der Straßenbau.

20.03.2011: Ober-Ramstadt - Brücke mit Unterführung freigegeben

Die neue Brücke am Neuweg in Ober-RamstadtBlick auf die neue Brücke.

Am 21.12.2009 (siehe Artikel oben) - und damit einen Tag später als geplant - war die neue Brücke am Neuweg in Ober-Ramstadt wieder für den Zugverkehr freigegeben. Wesentlich mehr Verzögerungen gab es beim Bau der Flügelwände und der Straße, bzw. der Bürgersteige. Weil der Haushalt 2010/2011 erst im Juli 2010 verabschiedet wurde, konnten die Arbeiten für die darunter durchführende Straße erst im September beginnen. Weitere Behinderungen gab es durch den Winter. Statt 3,50 Meter wie früher, ist die Durchfahrt unter der Brücke mit den Gehwegen laut echo-online auf jeder Seite nun 10,50 Meter breit. War die Durchfahrt früher noch ampelgeregelt, so kommt der Autoverkehr nun wesentlich schneller vorwärts. Einen Radstreifen oder Radweg gibt es im Brückenbereich nicht.

Stand: 25.03.2011

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