Nebenbahn Reinheim - Reichelsheim
"Odenwälder Lieschen"

  • Eröffnung: 10.10.1887
  • Länge: rund 17,9 km
  • Einstellung Personenverkehr: 26.05.1963
  • Einstellung Güterverkehr: 1964 (zwischen Groß-Bieberau und Reichelsheim)

Die Strecke nahm in Reinheim ihren Anfang und verband das Gersprenztal (Reichelsheim, Bockenrod, Beerfurth, Unter- und Ober-Gersprenz, Fränkisch-Crumbach, Nieder-Kainsbach, Brensbach, Wersau, Groß-Bieberau) mit der Odenwaldbahn. Eigentümerin war zunächst die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft (SEG) und ab 1953 die Hessische Landesbahn. Die Betriebsführung erfolgte bis 1954 durch die SEG und danach durch die Deutsche Eisenbahngesellschaft.

Weil die Gleise dem Ausbau der Bundesstraße im Weg waren, wurde - leider typisch für die Kreispolitik - der Personenverkehr auf der Gesamtstrecke 1963 und der Güterverkehr zwischen Groß-Bieberau und Reichelsheim 1964 eingestellt. Danach wurden zwischen Groß-Bieberau und Reichelsheim die Gleise abgebaut. Zwischen Reinheim und Groß-Bieberau wurden bis zum Jahr 2001 Schottertransporte für die Odenwälder Hartsteinindustrie durchgeführt. Dann schloss die Deutsche Bahn den Bahnhof Reinheim für den Güterverkehr, so dass die Transporte auf die Straße verlagert werden mussten. 2003 wurde der Güterverkehr mit Lokomotiven der Westfälischen Almetalbahn wieder aufgenommen, jedoch im Winter 2003/2004 wieder eingestellt.

Der zwischen Reinheim und Groß-Bieberau verbliebene Streckenteil erinnert - ebenso wie die "Bahnhofsgaststätte" in Groß-Bieberau - an das Odenwälder Lieschen. Seit 03.12.2009 verkehren in geringem Umfang wieder Güterzüge auf dem verbliebenen Streckenteil. Im Rahmen des "Freifahrttages" auf der Odenwaldbahn am 20.09.2009 befuhr außerdem ein Sonderzug die Strecke. Im regulären Personenverkehr verbindet heute ein Omnibus das Gersprenztal mit dem Bahnhof Reinheim und der Odenwaldbahn.

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Stand: 23.02.2011

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